Was sind exogene Ketone?

Die ketogene (“Keto”) Diät ist eine fettreiche, kohlenhydratarme Diät, die derzeit auf dem Vormarsch ist, da mehr Menschen ihre Vorteile für das Erreichen von Gesundheits- und Fitnesszielen erkennen.

Ein neues revolutionäres Nahrungsergänzungsmittel in Getränkeform!

Hier erfährst Du, wie Du mit exogenen Ketonen die positiven Effekte des “Hungerstoffwechsels” Ketose nutzen kannst – ohne Fasten oder aufwendige ketogene Ernährung. Doch zuerst zurück auf Anfang:

Das erfährst Du in diesem Artikel

Exogene Ketone: Fitness, Gesundheit, beste Laune – ohne Fasten

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Was sind Ketone?

Die wirksamen Namensgeber der ketogenen Diät 

Ernährungsbewusste Menschen kennen Ketone als die Stoffwechselprodukte, die bei einer ketogenen Diät/Ernährung entstehen. Die Entstehung dieser Stoffwechselprodukte ist der Sinn der Sache, weil ketogene Ernährung nichts anderes bedeutet als “Ketone erzeugende Ernährung”. 

Es hat sich inzwischen herumgesprochen, dass es eine ganze Reihe gesundheitlicher Vorteile bringt, den Stoffwechsel zwischendurch immer wieder einmal eine Zeitlang in Ketose zu versetzen: Die ketogene Ernährung wurde als medizinische Therapieform erfunden, um den Behandelten all die
Vorteile des Fastens zukommen zu lassen, ohne durch den Nahrungsentzug zugleich Mangelerscheinungen zu erzeugen. 

Diese Imitation der Hungerphasen, die für unsere Vorfahren hunderttausende Jahre völlig normal waren, entlastet den Körper rundum und mit günstigen Folgen:

  • Ketose ist gesund und sicher, als Ernährungstherapie wird sie lebenslang angewandt
  • Ketose macht gute Stimmung, weil das Gehirn die Versorgung mit Ketonen begrüßt 
  • Ketose reguliert Heißhunger, falschen Appetit auf Süßes und Sättigungsempfinden
  • In der Ketose wird überflüssiges Fett abgebaut, auch das Entzündungen verursachende Bauchfett – Die Fettreserven (die heute kein Mensch mehr braucht) werden abgebaut
  • Blutzucker-, Cholesterin-, und Triglyceridspiegel werden auf ein normales Maß reguliert 

Weiter wirkt die Ketose (als Vorbeugung) gegen Herzkrankheiten, die krankhaften Folgen von Übergewicht/überhöhtem Zuckerkonsum (metabolisches Syndrom, Adipositas, Diabetes); der direkte therapeutische Einsatz gegen verschiedene neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson wird gerade in diversen Studien untersucht. 

Falls Du Dich gerade erst über die ketogene Ernährung informierst, findest Du hier einen ganz
kurzen Überblick über die Vorteile und Nachteile einer ketogenen Diät aus dem bekannten Magazin Focus: https://praxistipps.focus.de/ketogene-ernaehrung-vor-und-nachteile-der-low-carb-diaet_125571 und hier eine schon ziemlich genaue Übersicht von unserer Kooperationspartnerin und Ernährungsmedizinerin Mag. Julia Tulipan: https://jajas-lowcarb.com/8-vorteile-der-ketogenen-ernaehrung/. 

Alles gute Gründe, Dir und Deinem Körper gelegentlich Phasen einer ketogene Ernährung zu gönnen. Doch leider ist die klassische, am besten wirkende Form der Keto-Ernährung/Keto-Diät auch nicht viel einfacher durchzuführen als Fasten: Eine Keto-Ratio von 4:1 (80 % (gesunde) Fette + bedarfsdeckender Proteinanteil + winziger Rest Kohlenhydrate) in schmackhafte Mahlzeiten umzusetzen, ist gewöhnlich nur am Anfang eine interessante Herausforderung; die erforderliche Sorgfalt bei der Nahrungsauswahl, um negative Auswirkungen auf die Blutfettwerte zu vermeiden, ist im Alltag schwierig.

Dazu kommt, dass der Stoffwechsel eines Erwachsenen (im Gegensatz zum Baby, das noch blitzschnell zwischen beiden Stoffwechselzuständen hin- und herschalten kann) die Ketose erst wieder lernen
muss: Wenn Du von kohlenhydratreicher Ernährung auf ketogene Ernährung umsteigst, brauchen Muskeln und Gehirn mehrere Tage bis drei Wochen, um genug von den Enzymen bereitzustellen, die zur Verwertung der Ketonkörper gebraucht werden. Bis es soweit ist, lauert die “Keto-Grippe”, mit lästigen Begleiterscheinungen der körperlichen Umstellung. 

Deshalb wäre es für sehr viele Menschen mehr als vorteilhaft, wenn man diese unangenehme Phase etwas abkürzen könnte – wir zeigen Dir nun genau das und warum das durch exogene Ketone tatsächlich in gewissem Maße möglich ist: 

Was sind endogene Ketone?

 

Tolle Stoffwechselprodukte, mit echten Star-Allüren 

Ziel der ketogene Ernährung ist es, den Körper dazu anzuregen bzw. zu zwingen, seinen Energiebedarf nicht aus dem Kohlenhydrat-Verwertungsprodukt Glukose, sondern vor allem/ausschließlich aus Fett zu decken. Um das zu leisten, muss der Körper aus dem Fett Ketone bilden, die sich als Ersatzsubstrat für Glukose nutzen lassen. 

Die endogenen (= “im Inneren erzeugten”) Ketone, die im menschlichen Körper beim Fasten oder einer ketogenen Diät gebildet werden, werden Ketonkörper (Ketokörper) genannt. Sie werden bei Menschen, die sich zum größten Teil über Kohlenhydrate ernähren, erst gebildet, wenn der Körper alle Glucosespeicher geleert hat. Schon das kann ein paar Tage dauern, wenn Du bis zur Aufnahme einer ketogenen Diät/Ernährung ziemlich “normal” gegessen hast, Dich also zum größten Teil von Kohlenhydrate ernährt hast. 

Weil unsere übliche Ernährung (auch eine gesunde, vollwertige) zum größten Teil von Kohlenhydrate besteht, hat Dein Körper auch fast immer verlernt, so schnell wie ein Baby auf Energieversorgung durch (Speicher-) Fett umzuschalten. Deshalb ist die Umstellung meist eine ziemliche Anstrengung für den Körper und funktioniert auch nicht reibungslos. In der
Umstellungszeit spürst Du typische, “Keto-Grippe” genannte Symptome: Möglich sind trockener Mund und Schwitzen, Kopfschmerzen und Müdigkeit, Schwitzen, Schwindel, Zittern, Herzrasen und Sehstörungen; je nach Fitness und Stoffwechsel mehr oder weniger. 

Wäre es nicht wunderbar, wenn diese Umstellungsphase auch irgendwie zu umgehen wäre; wenn Du sogar ohne aufwändige Nahrungsumstellung in Ketose gelangen könntest? 

Hier geht es um den neuen Weg über exogene Ketone, der genau zu diesem Ziel führt: 

 

Welche Ketonkörper im Körper gebildet werden, haben die Mediziner, die Fasten-Therapie durch ketogenen Diät oder Ernährung ersetzen wollten, bereits in den 1920er Jahren entdeckt. Doch es sollte viele Jahre (1989) dauern, bis wenigstens schon einmal die Messung der Ketonkörper im Urin zur Bestimmung des Ketose-Grades bei ketogener Diät eingeführt wurde. Das geschah übrigens an der bekannten Mayo-Klinik in den USA, siehe https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/2661288, die in der ganzen Entwicklung der ketogenen Ernährung eine entscheidende Rolle gespielt hat. Die ganze spannende Geschichte der ketogenen Ernährung im medizinischen Einsatz bei der Therapie epileptischer Kinder kannst Du hier nachlesen: JW. Wheless: History and origin of the ketogenic diet. In: Carl Ernest Stafstrom, Jong M Rho: Epilepsy and the ketogenic diet. Humana Press, Totowa 2004, ISBN
1-58829-295-9, auf www.springer.com/cda/content/document/cda_downloaddocument/9781588292599-c2.pdf als 3,7-MB-PDF verfügbar, deren Download sofort startet. 

Die naheliegende Idee, die Möglichkeit einer externen Zufuhr über exogene Ketone zu untersuchen, kam jedoch erst vor sehr kurzer Zeit auf: 

Was sind exogene Ketone?

 

Genau so toll wie endogene Ketone, bloß ohne Gezicke 

Im Körper selbst werden (v. a. in katabolen Stoffwechsellagen wie Hunger, Fasten, ketogene Ernährung) drei Arten von Ketokörpern gebildet: 

Beta-Hydroxybutyrat ( ?-Hydroxybutyrat, 3-Hydroxybutyrat, BHB) oder auch Buttersäure genannt, Aceton und Acetoacetat (Acetacetat , AcAc). 

Aceton ist vor allem ein Abfallprodukt der Ketose, das über Urin und Atem ausgeschieden wird und bei der Ausscheidung über den Atem den bekannten “Keto-Mundgeruch” erzeugen kann (harmlos, aber unangenehm). 

Acetoacetat und Beta-Hydroxybutyrat verwendet der Körper zur Energieproduktion. Von diesen beiden Ketokörpern ist BHB der stabilere, der wegen langsamem Abbau länger als Acetoacetat im Blut nachweisbar ist und den Zellen ein größeres Potenzial zur Verfügung stellt:  www.annualreviews.org/doi/full/10.1146/annurev.nutr.26.061505.111258. 

Die Erforschung der Ketone als externe Energiequelle konzentrierte sich deshalb von vornherein auf das Beta-Hydroxybutyrat. In mehreren Studien wurde ergründet, dass es ohne weiteres möglich ist, die Ketone in Formen herzustellen, die gut einnehmbar sind und diese Ketone dem Körper von außen zuzuführen – die “exogenen” Ketone waren geboren. 

Bis vor kurzem wurden diese exogenen Ketone synthetisch hergestellt, was sie geschmacklich fast ungenießbar und vor allem sehr teuer machte. Inzwischen werden die Ketone über mikrobielle Fermentation aus pflanzlichen Fetten gewonnen und ähneln damit den endogenen Ketonen der Leber so sehr, dass sie eine sehr hohe Bioverfügbarkeit aufweisen. 

Die exogenen Ketone wirken direkt und bringen Dich auch ohne langwierige Keto-Adaption in Ketose. Die Ketose mitsamt ihren positiven Wirkungen lässt dann recht schnell wieder nach, bis Du die nächsten exogenen Ketone zu Dir nimmst. Viele Sportler verwenden die exogenen Ketone aber auch, um ihre Keto-Adaption zu unterstützen bzw. deren Nebenwirkungen abzumildern – nicht mit dem Zweck, dauernd in Ketose zu leben, sondern um die Fähigkeit des Körpers zu trainieren, schnell zwischen beiden Energie-Bezugssystemen umzuschalten, um nach Wunsch Ketose über endogene und/oder exogene Ketone zu erreichen.

Arten von exogenen Ketonen

Beide gut, aber nicht gleich effektiv 

Aus den gerade genannten Gründen wird zur Herstellung exogener Ketone vor allem das Beta-Hydroxybutyrat BHB eingesetzt, wobei zwei Arten von ketogenen Nahrungsergänzungsmitteln unterschieden werden: 

1. Flüssige Ketonester 

Die Ketonester werden aus BHB (Beta-Hydroxybutyrat), dem mitunter etwas des zweiten Ketogens AcAc (Acetoacetat) beigegeben wird. 

Die Ester sind meist hochkonzentriert und auch hoch effektiv, der sehr saure bis bitteren Geschmack und der unangenehme Geruch machen die Einnahme aber nicht unbedingt zum reinen Vergnügen. Außerdem sind die salzfreien Ketonester ein gutes Stück teurer als die unter Hobbysportlern beliebteren Ketonsalze. 

Für Leistungssportler sind sie genau die richtigen exogenen Ketone, weil sie schneller in Ketose versetzen und diese länger aufrecht erhalten.

2. Pulverförmige Ketonsalze 

In den Ketonsalzen wird das BHB an Mineralstoffe wie Kalzium, Kalium, Magnesium, Natrium sowie künstlichen Ketonen gebunden. Das erleichtert die orale Aufnahme und macht sie vor allem geschmacklich/geruchlich erträglicher. 

Da Ketonsalze so bequem, praktisch, geschmacklich erträglich und vergleichsweise preiswert sind, werden sie gerne im privaten Umfeld genutzt, um Hobbysportlern und andere Gesundheitsbewusste z. B. im Rahmen ketogener Diäten oder Intervall-Fasten schneller in Ketose zu bringen oder einfach zwischendurch einen Energieschub zu genießen. 

Tipp
Keine echten exogenen Ketone sind MCT-Öle, sie befördern nur das Erreichen der Ketose, weil die Leber aus MCT-Ölen gut und schnell Ketone bilden kann. Gegen einen Bulletproof Coffee mit MCT-Öl als Wachmacher ist nichts einzuwenden, eine echte Ketose braucht aber dazu ketogene Ernährung und/oder exogene Ketone, Himbeerketone sind bestenfalls gesunde Pflanzenstoffe, die Dich aber kaum in Ketose bringen werden; sie sind aktuell ohnehin eher als teurer Nepp unterwegs (siehe den mittleren Abschnitt in diesem Artikel: https://fitness-testportal.de/keto-tropfen-erfahrungen-testbericht-sind-ketogen-tropfen-fake). 

Ist die Einahme exogener Ketone sicher?

 

Oh ja, “alles in Butter” 

Exogene Ketone bestehen aus den Salzen und Estern des Beta-Hydroxy-“Butyrat”. Butyrat heißen die Salze und Ester der Butansäure, die in der Umgangssprache als Buttersäure bekannt ist. 

Buttersäure ist die einfachste kurzkettige gesättigte Fettsäure, die in der Ernährungswissenschaft unter den Stichworten Pflege des Darm-Mikrobioms, enterischen Nervensystems, Bauchhirns, Darm-Immunsystems in den letzten Jahren eine unglaubliche “Karriere” gemacht hat. 

Vier Prozent davon sind in der guten, ursprünglichen Sauerrahmbutter, die heute weitgehend durch die tote, “mild gesäuerte” Butter ersetzt ist (der zur Geschmacksimitation tote Säuerung-Bakterien zugesetzt werden). Unser Darm liebt Buttersäure – die zu geringe Zufuhr präbiotischer Lebensmittel, die im Dickdarm von guten Darmbakterien zu Buttersäure abgebaut werden, steht als (Mit-) Ursache vieler heute häufiger Darmstörungen und -erkrankungen in Verdacht. Nur wenn die guten Bakterien im Darm genug (Buttersäure-) Futter bekommen, erzeugen sie das Darm-Milieu, das für Salmonellen und viele andere Krankheitserreger sehr ungünstig ist. Man weiß heute, dass Buttersäure auch den Epithelzellen im Dickdarm als Energiequelle dient und den Darm zu gesunden Verdauungsbewegungen anregt. 

Wenn Du über exogene Ketone etwas mehr Buttersäure zu Dir nimmst als mit der Butterstulle, kann das deshalb nur gut sein (Buttersäure ist nachweislich antikrebswirksam und wird in diesem medizinischen Fachgebiet deshalb gerade umfassend erforscht). 

Die für Körper und Darmbakterien gut verträgliche Menge wurde auch schon sehr gut ermittelt – exogene Ketone werden z. B. bei der “Tour de France” eingesetzt, und Nebenerscheinung wie Keto-Grippe oder Darmbakterien-Partys (Pupsen, Durchfall) können die Radrennsportler bestimmt nicht gebrauchen. Sie entspricht der auf der Packung angegebenen Tagesportion, die Du deshalb ohne Bedenken zu Dir nehmen kannst. 

Das ist sogar bei erhöhtem Blutdruck in der Regel möglich, wenn Du vorsichtig dosierst und auf exogene Ketone in Salzform verzichtest; nur der Magen soll vereinzelt verstimmt reagieren, was durch Dosisanpassung bereinigt werden kann, vgl. zum Ganzen www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4617348 (falls Du Dich wegen erhöhtem Blutdruck, Darmproblemen oder Diabetes in ärztlicher Behandlung befindest, sollte die Einahme natürlich mit dem Arzt abgesprochen werden).

Fazit

 

Exogene Ketone: Unbedingt ausprobieren

Es spricht viel für die Einnahme exogener Ketone, auch wenn die Ketose vielleicht nicht so lange dauert wie nach einer langwierigen Keto-Adaption (siehe dazu: www.strunz.com/news/die-keto-adaption.html)

Dafür hast Du aber auch keine Umstellungssymptome zu befürchten und kannst Dich bei einer kohlenhydratarmen Lebensweise (Low Carb-Ernährung) mit geringstem Vorbereitungsaufwand in Ketose versetzen. So kannst Du die positiven Erfahrungen genießen, die Spitzensportler wie z. B. die Radrennfahrer bei der “Tour de France” seit längerer Zeit mit der Ketose machen; ganz einfach und ganz schnell zwischendurch. 

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